Aufräumen

Liebe:r Leser:in,

heute schreibe ich über einen Themenbereich, den ich bisher noch nie in den Geschichten angeschnitten habe, die ich dir schicke. Komisch eigentlich, beschäftige ich mich doch tagtäglich damit.

Dieses Mal gibt es nämlich – TAMMMTATATAMMMM – ne Story aus der IT.

Whaaaat, Isa, du willst mich heute mit Tech-Nerd-Kram langweiligen?

Ähm, nee, das hatte ich eigentlich nicht vor. 😁 Es könnte durchaus sein, dass dich das Thema interessiert und deshalb könnte es sich lohnen, weiterzulesen. Außerdem versuche ich mal, das Ganze in Worte zu fassen, die nicht zu viele IT-Buzzwords beinhalten.

Sicherheitshalber füge ich dir hier eine Bullshit-Bingo-Vorlage mit IT-Begriffen ein, die du abhaken kannst, wenn es dir doch zu nerdig und langweilig wird. Wenn du eine Reihe geschafft hast, kannst du mir gerne ein Foto deines Bingo-Zettels schicken, dann überlege ich mir ein kleines Gewinner-Geschenkchen für dich. (Nutze die Vorlage auch gerne, wenn du mal den IT-Service anrufen musst oder mit einer Freundin redest, die in der IT arbeitet 😁)

So, aber worum geht’s denn nu, Isa?

Ach so, ja. Also: Ich habe vor einiger Zeit begonnen, Software, die ich benutze und die aus den USA kommt, durch europäische oder unabhängige(re) Software zu ersetzen. Zum Beispiel Word von Microsoft Office und ähnliches. Ich wollte unabhängiger von den amerikanischen Tech-Giganten, deren Einfluss und politischen Ansichten werden und den europäischen Markt unterstützen. Das ist ein kleines Projekt, das noch nicht beendet ist, aber ein großer Schritt ist schon gemacht.

Heute erzähle ich dir von ein paar der Tools, die ich bereits ersetzt habe und wie gut das funktioniert. Der Umstieg ist wirklich keine große Sache. Wenn du auch schon einmal darüber nachgedacht hast, probiere es einfach aus.

Browser und Suchmaschine

Ich beginne mal mit etwas, das jede:r von uns nutzt: Mit einem Browser, um im Internet zu surfen, und einer Suchmaschine, um im Internet etwas zu suchen.

Ich bin von den Browsern Edge von Microsoft, Chrome von Google und Safari von Apple umgestiegen, oder eigentlich muss ich sagen heimgekehrt zu Firefox der Mozilla Foundation. Firefox ist ein Open-Source-Projekt. D.h. dass jede:r, der/die möchte, daran mitprogrammieren kann. Der Code, mit dem der Browser programmiert ist, ist weltweit öffentlich einseh- und nutzbar und unterliegt nicht dem Monopol eines einzigen Unternehmens. Außerdem beinhaltet Firefox einen guten Datenschutz und sammelt keine unnötigen Daten.

→ firefox.com

Als Suchmaschine benutze ich nicht mehr Google, sondern Ecosia. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Berlin. Die Suchmaschine sammelt nur die nötigsten Daten und gibt das verdiente Geld für den Umweltschutz aus (wusstest du, dass eine KI-Suchanfrage einen halben Liter Wasser kostet?).

→ ecosia.org

E-Mail

Als E-Mail-Programm nutze ich auf dem Computer nicht mehr Outlook, sondern Thunderbird. Auch hierhin bin ich nach Jahrzehnten der Abstinenz zurückgekehrt. Thunderbird ist ebenso wie Firefox ein Projekt der Mozilla Foundation. Ich gebe zu, es sieht nicht so modern aus wie Outlook und lässt sich nicht ganz so smooth bedienen, aber mit ein bisschen Gewöhnungszeit geht es schon.

→ thunderbird.net

Beim E-Mail-Anbieter bin ich noch nicht weiter gekommen. Ich habe verschiedene E-Mail-Adressen, unter anderem von Google oder Microsoft. Aber auch von web.de, das zu 1&1 gehört, einem deutschen Unternehmen. Hier liegt noch etwas Aufräum- und E-Mail-Lösch-Aktion vor mir. So eine Gmail-Adresse ist halt schon seeehr geschickt, weil sie so viele coole Funktionen mit sich bringt. Ob ich ganz von Gmail wegkommen werde, weiß ich noch nicht. Ich werde berichten, mir fällt da bestimmt was ein.

Newsletter

Der nächste Schritt ist, dass ich den Software-Anbieter wechseln möchte, über den ich meinen Newsletter an dich versende (1). Aktuell nutze ich mailerLite. Das ist ein Unternehmen mit Sitz in Irland und den USA. Eigentlich bin ich ganz zufrieden mit mailerLite und es leistet mir seit zwei Jahren (wow, doch schon so lange) gute Dienste. Allerdings gibt es neben dem Sitz in den USA ein, zwei Mäckchen, die mich stören und auch deshalb möchte ich eine neue Software ausprobieren.

Die eine Macke ist, dass der Editor, also der Bereich, in dem ich Text und Bilder in die E-Mail einfüge und das Aussehen des Newsletters festlege, nicht immer so will wie ich. Der Editor hat teilweise ein Eigenleben, formatiert Bereiche nach eigenem Gusto oder reagiert einfach gar nicht mehr. Zudem kann ich die Seiten, über die du als Empfänger:in bestätigen musst, dass du den Newsletter wirklich haben möchtest, nicht mehr individuell anpassen (das ging mal, aber jetzt nicht mehr). Das gleiche gilt für die Abmeldeseite, mit der du dich von meinem Newsletter abmelden kannst (was natürlich nicht passieren wird 😉💝🌈)

Kurz und knapp: Ich werde meinen Versand auf Brevo umstellen. Brevo ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Berlin.

→ brevo.com

Da ich für die Umstellung etwas Zeit brauche (neue Formulare und Vorlagen für die Newsletter-Anmeldung und den Newsletter selbst erstellen, die Kontakte und vergangenen Newsletter aus der bisherigen Plattform in die neue importieren, testen usw.), weiß ich noch nicht so genau, wann der nächste Newsletter bei dir eintrudelt. Es is jetzt ja eh Sommerpause, der Urlaub steht an und es liegt seit Monaten ein Manuskript bereit, dass ich weiter bearbeiten möchte – das klappt meist sehr gut im Liegestuhl im Urlaub 😁🏖️

Deshalb und in diesem Sinne verabschiede ich mich hiermit in die Sommerferien und wünsche dir herrliche Sonnentage, erhol dich gut, genieße das Leben und nimm alles Gute mit, was dir so über den Weg rennt.

Rocke dein Leben, deine Isa

(1) Warum es für den Newsletter-Versand eine extra Software braucht und ich den Newsletter nicht einfach über mein normales Mail-Programm verschicke, erzähle ich dir in einer der nächsten Tech-Nerd-Kram-langweilig-News.

PS: Hier noch ein Link zu einem Bullshit-Bingo-Generator für IT-Konferenzen: https://www.trinkspiel-bingo.de/bingo/it-konferenz-bullshit-bingo. Gibt’s auch für andere Themen, z.B. Fußball oder die Rosenheim Cops.


Header-Foto von Ivy G.