Liebe:r Leser:in, liebe:r ,
als ich noch jung und knackig war 😁, vor vielen vielen Jahren, hatte ich die Fähigkeit bei Start eines Formel-1-Rennens vorherzusagen, wer den 1. und 2. Platz machen würde. Das Ganze funktionierte eine Saison lang, dann waren meine Kaffeesatz-Fähigkeiten wieder verschwunden. Nun ja…
Es war so eine Art Eingebung oder Bauchgefühl, dem ich ohne lange darüber nachzudenken einfach vertraute. Das ist schon cool.
So ein Bauchgefühl gilt es zu pflegen, hegen und zu kultivieren.
In Lebenphasen, in denen wir uns mal wieder selbst finden müssen, ist das aber gar nicht so einfach. Wie oft habe ich in meinem Leben den Satz „Bild‘ dir doch nichts ein“ oder „Das stimmt nicht“ gehört, nur weil es spontan keine handfesten Beweise für meine Aussagen gab oder, und das ist vermutlich der wahre Grund, mein Gegenüber ganz genau wusste, dass es doch stimmte, es aber emotionale Ausseindersetzung mit dem Thema bedeutet hätte. Es war viel einfacher, es als Gefühlsduselei meinerseits abzutun.
Nun ja, ich weiß mittlerweile, was ich weiß, und lasse mich da auch nicht mehr so schnell aus dem Konzept bringen. Ich weiß, dass meine innere Stimme mein Kompass ist.
Manchmal verlege ich ihn und manchmal dreht er durch. Aber wenn ich darauf vertraue, dass er mir irgendwann den Weg zeigen wird, sobald er sich wieder eingependelt hat, bin ich auf der richtigen Spur und kann sie verfolgen, auch ohne genau zu wissen, wohin sie mich führt.
(PS: Solltest auch du über den Tellerrand hinaussehen und -fühlen können, lass dich nicht beirren. Das ist eine wundervolle Gabe, die du leben und nutzen darfst. Es gibt sie wirklich, sie ist keine Einbildung. 🩷)
Da kommt doch etwas auf mich zu
Nun denn, seit einer ganzen Weile schon macht sich mein Kompass auf die Suche. Ich weiß, dass dieses Jahr oder vielleicht zu Beginn des neuen Jahres eine Veränderung bei mir anstehen wird.
Bei mir machen sich beginnende Veränderungen immer mit so mini depressiven Phasen bemerkbar. Ich bin dann emotional ausgelaugt, fange an, zu hinterfragen, was ich mir alles aufgehalst habe, glaube nicht mehr an meine Fähigkeiten und Power usw.
Gott sei Dank weiß ich mittlerweile, dass diese Phasen bedeuten, dass sich etwas in mir und um mich herum verändert und nicht, dass ich am Ende meiner Kräfte angekommen bin. Ich weiß, dass es Phasen sind, die vorrübergehen, aber auch, dass ich diesen Zustand nicht einfach manipulieren und abschalten kann und darf. Ich kann darauf vertrauen, dass am Ende etwas Gutes, Faszinierendes, Neues dabei herauskommen wird und auch, dass der Weg dahin nicht ganz unspannend sein wird. Ich werde mich weiterentwickelt haben und auf meiner Lebensleiter eine Stufe weiter nach oben gegangen sein.
Aber dieses Mal, das kann ich dir sagen, verlangt dieser Veränderungszustand ganz schön viel Geduld, ganz schön viel „Schau doch einfach gechillt zu, was passiert“ von mir. Er dauert eeeeecht lange an. Und Himmelherrgott nochmal 😋, ich weiß einfach nicht so genau, was passieren wird. Für eine ungeduldige Hummeln-im-Ar…Allerwertesten-Person wie mich ist das eine Herausforderung. Ich vermute mal, das soll es auch sein und gehört dieses mal wohl exklusiv zur Veränderung dazu. Hmpf.
Natürlich habe ich viele Ideen für die Zukunft, für die ich ein paar Paralleluniversen bräuchte, um sie umzusetzen. Ideen, die verschiedene Wege mit Abzweigungen gehen könnten. Aber was da tatsächlich auf mich zukommt, I really do not know. Ich bin gewappnet und warte mit einem Cocktail-Schirmchen in der Hand gespannt darauf.
In diesem Sinne, rocke dein Leben bunt und gechillt und mit Cocktail-Kirschen
Deine Isa
Foto von Jorge Urosa
