Aushalten oder durchstarten? 🚀

In einer der letzten Ausgaben der ZEIT stellte Autor Bernd Ulrich die Frage: „Wie halten wir das alles aus?“ *. Gemeint sind damit die UmbrĂŒche, VerĂ€nderungen und schlechten und unverstĂ€ndlichen Nachrichten, die gerade auf uns hereinprasseln – global gesehen, aber auch persönlich. Denn die globale Weltlage hat auch Auswirkungen auf unser persönliches Leben. Seien es die Wirtschaft und die eigene Arbeitslage, die vielleicht nicht so laufen, wie wir uns das vorstellen oder sei es die Angst, die einige von uns umtreibt. Die Angst vor dem, was da wohl noch kommen wird. Die Angst vor dem absolut Ungewissen. Die Angst davor, dass wir unser Leben nicht mehr selbst im Griff haben könnten und nichts planen können, weil wir nicht mehr wissen, was morgen passieren wird.

Aber mal ehrlich, wussten wir jemals, was morgen passieren wĂŒrde? Der Unterschied ist doch wohl eher der, dass wir bisher das GefĂŒhl hatten, dass unsere Lebensplanung irgendwie stabil ist. Wir haben uns darauf verlassen, wir haben vertraut, dass das, was wir uns vornehmen, eintreten wird. Aber wussten wir es?

Der Autor geht in seinem Artikel mehreren Fragen nach, unter anderem der Frage „Was heißt ĂŒberhaupt ‚das alles‘?“ In der Antwort zu dieser Frage schreibt er: „Und eines darf man bei alldem nicht vergessen: Das ist alles, alles menschengemacht. Also im Prinzip menschenabĂ€nderbar.“

Huch, heißt das etwa, dass wir unser Leben doch noch selbst im Griff haben? Dass wir alle dafĂŒr verantwortlich sind, was da gerade direkt um uns herum passiert? Dann heißt das doch auch, dass wir etwas daran verĂ€ndern können – zumindest in unserem nĂ€heren Umfeld und vor allem in unserem eigenen Leben.

Und hier stelle ich mir die Frage: „MĂŒssen wir das alles aushalten oder können wir nicht vielleicht aktiv damit arbeiten?“

Wahrscheinlich können wir die große Weltlage nicht verĂ€ndern, zumindest nicht von jetzt auf gleich. Aber wir können in unserem direkten Umfeld dafĂŒr sorgen, dass die Welt eine gute bleibt. Wir mĂŒssen nicht resignieren, und ich glaube, wir dĂŒrfen es auch nicht. Denn dann wĂ€ren wir den Gegebenheiten ausgeliefert. Solange wir noch die Möglichkeit haben, ein gutes Leben zu fĂŒhren, haben wir die Pflicht, es auch zu tun.

Damit komme ich zu meiner Ausgangsfrage zurĂŒck: Aushalten oder durchstarten? Ich sage: Durchstarten! Immer wieder. Jeden Tag. Lass uns versuchen, jeden Tag mit der Energie zu fĂŒllen, die uns strahlen lĂ€sst. Lass uns nach dem Tiefpunkt, nach jeder Tiefminute wieder aufstehen, immer wieder. Ich gerate selbst immer wieder in depressive Phasen (vor allem, wenn ich mitten in der Nacht aufwache und mein Kopf mir dann Streiche spielt đŸ„±đŸ˜ŽđŸ’€). Aber ich WEISS aus meiner Erfahrung, dass das nur eine Phase ist, aus der ich jedes Mal wieder herauskomme. Es ist etwas, das zu mir gehört und das ich akzeptieren darf. Das ich aber vor allem auch aktiv verĂ€ndern kann, falls das alles eine Richtung einschlĂ€gt, die mir nicht gefĂ€llt.

So, nach all der Philosophie, Esoterik und Politik wollen wir doch mal konkret schauen, womit ich dieses Jahr so durchzustarten gedenke, oder?

Also, was steht dieses Jahr bei mir an?

Eins

Mein Roman Magentabuch, den ich im Selbstverlag veröffentlicht habe, möchte endlich bei einem „richtigen“ Verlag eingereicht werden. Und dazu brauche ich ein ExposĂ© zum Buch. Davon hatte ich dir im letzten Newsletter ja auch schon kurz geschrieben. Diese Aufgabe fĂ€llt mir ganz schön schwer, weil mein Perfektionismus volle Kanne zuschlĂ€gt. Ginge es um ein Projekt, bei dem nur ich selbst bestimmen könnte, ob ich das Ergebnis gut finde oder nicht, wĂŒrde ich mir gut zureden, dass das, was ich da mache, richtig ist. Aber dieses ExposĂ© ist wie eine Bewerbung und daran werde ich gemessen. Deshalb darf mir mein Perfektionismus dieses Mal sehr behilflich sein. Und da ich es einfach nicht schaffe, dieses ExposĂ© zu schreiben, hole ich mir Hilfe. Eigentlich wollte ich im Januar an einem Wochenendkurs teilnehmen, um zu lernen, wie man ein ExposĂ© und alles, was dazu gehört, schreibt. Leider ist dieser Kurs ausgefallen. Aber im April findet der nĂ€chste statt. Bis dahin lege ich dieses Projekt zur Seite und konzentriere mich auf meine anderen Ideen.

Zwei

Denn da ist noch meine Kurzgeschichte. Die, die etwas zu lang geraten ist. Erinnerst du dich? Die Kurzgeschichte, die ich bei einem Wettbewerb eingereicht habe. Leider gehöre ich nicht zu den Gewinner:innen – aber so what – jetzt veröffentliche ich die Geschichte eben selbst. Momentan sitze ich noch an der Korrektur, denn die Geschichte braucht noch etwas mehr „smooth“ und logische Verbindungen.

Drei

Ich möchte etwas Neues beginnen und einen Online-Kurs starten, der auf meinem Buch Rocke dein Leben basiert. Die Idee geistert schon lange in meinem Kopf herum, aber irgendwie wollte ich sie da nicht rauslassen. Doch jetzt scheint der richtige Zeitpunkt dafĂŒr zu sein. Ich möchte mit dem Kurs all diejenigen beglĂŒcken, die Lust darauf haben, herauszufinden, was sie glĂŒcklich macht und ein Strahlen in ihr Leben bringt, und die bereit sind, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Vier – oder auch nicht

Und dann war da doch noch der Camping-Krimi, an dem ich im Schreib-Retreat gearbeitet habe. Ja nun, der muss und darf jetzt erst einmal ein bisschen warten. Das ist ein großes Projekt und ich möchte zunĂ€chst das andere Großprojekt „Online-Kurs“ abschließen. Der Online-Kurs nagt an mir und es wird Zeit fĂŒr ihn. Danach darf dann auch der Krimi weiter wachsen.

Ich wĂŒnsche dir ein gutes & gechilltes Durchstarten in den FrĂŒhling, rocke dein Leben!

Deine Isa

* Bernd Ulrich, DIE ZEIT, Ausgabe vom 22. Januar 2026